Brachliegendes Gelände wird ein Treffpunkt in der Natur 

Brachliegendes Gelände wird ein Treffpunkt in der Natur  

‚Wijkoverleg Venlo Oost’ ist eine aktive Gruppe Anwohner, die sich ehrenamtlich für das Wohngebiet Venlo-Ost einsetzen und den sozialen Zusammenhalt fördern möchten. Die Gemeinde Venlo bezuschusst ein Projekt der Gruppe, welches das brachliegende Gelände am ehemaligen Marianum-Kloster zu einer neuen Bestimmung führen soll. Wijkoverleg Venlo Oost bat Jonkers hoveniers um Unterstützung bei der Realisierung dieses Projekts.

"Wir konnten uns mit einer Befragung unter den Anwohnenden einen guten Überblick von den Wünschen verschaffen”, erklärt Marie Claire Lahaije, Projektleiterin der ‚Marianumpark fase 3‘. "Es bestand viel Interesse in Spielmöglichkeiten für Kinder und einer großen Hundeauslaufzone. Ebenfalls haben wir mit Jonkers hoveniers noch zwei weitere Wünsche in konkrete Pläne umgesetzt, nämlich eine große Blumenwiese und eine mediterrane Blumenanpflanzung.“

 

Die Gemeinde hat die Erdarbeiten ausführen lassen und Wege befestigt. Gemeinsam mit den Anwohnern hat Jonkers hoveniers zur Überbrückung eine Phacelia-Mischung ausgesät (eine ausgezeichnete Insektenpflanze, umgangssprachlich auch Bienenweide oder Büschelschön genannt), Kletterpflanzen gepflanzt und die mediterrane Blumenanpflanzung eingerichtet. Die Phacelia ist eine Zwischenlösung, da die Gartensaison zu diesem Zeitpunkt bereits zu weit fortgeschritten war. Die Blütezeit der Phacelia beginnt im Juni und lockt mit ihrer blauen Blütenpracht zahlreiche Schmetterlinge und Insekten an.

 

Im Herbst wurde die Phacelia abgemäht und auf den Komposthaufen gelegt. Im vergangenen Winter wurde eine nachhaltige Wildblumenmischung von Heem ausgesät. Einige aus dieser Mischung bekannter Pflanzen sind die Weiße Lichtnelke, der Wiesen-Kerbel, der Große Klappertopf, die Wiesen-Flockenblume, die Wilde Möhre, die Rosen-Malve und die Schwarze Königskerze.

Anwohner kontrollieren die Vegetation

Heem-Experte Arthur Brouwer von Jonkers hoveniers wird gemeinsam mit den Anwohnern die Vegetation kontrollieren und - wo nötig – korrigieren. Sorten, die zurückbleiben bekommen mehr Freiraum und Sorten, die zu sehr wuchern werden gemäßigt. „Es ist schön, wenn sich Nachbarn für die Natur interessieren“, erzählt Arthur. „Voriges Jahr verlief die Kontrolle der Vegetation ausgezeichnet. Die Anwohner waren sehr engagiert. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Spazieren und picknicken zwischen den Blumen

Die eingesäte Oberfläche ist über 3.800 m² groß. Das gesamte Gelände umfasst etwa einen Hektar. Im Frühjahr 2015 wurden auch Obstbäume angepflanzt; 2 Apfelbäume, 1 Birnbaum, 1 Kastanie und ein Türkischer Haselnussstrauch. Zu einem späteren Zeitpunkt werden ein Pfad und Picknickstellen gemäht. „Mit dieser Bewohnerinitiative möchten wir die Natur den Menschen ein Stück näher bringen”, erzählt Marie Claire. "Es entsteht nicht nur ein Treffpunkt mitten in der Natur - die Anwohner dürfen hier auch Blumen pflücken. Und wir möchten ebenfalls bei einigen Pflanzen und Bäumen Namenschilder installieren.“

Farbenfrohes Beispiel von bürgerlichem Engagement

Dieses Anwohnerprojekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie man als Gemeinde einem brachliegenden Gelände eine zeitlich befristete Bestimmung geben kann. Indem die Anwohner selbst das Gelände ausfüllen und dafür auch gerne ihre Ärmel aufkrempeln, bleiben die Kosten im kleinen Rahmen. Darüber hinaus arbeiten so alle aktiv an mehr Biodiversität im eigenen Wohngebiet.

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